Vermittlung Neuer Musik im Instrumentalen Anfangsunterricht

Im Rahmen des Forschungsvorhaben von Christian Billian Vermittlung Neuer Musik im Instrumentalen Anfängerunterricht entstanden seit Juni 2004 eine Vielzahl von Stücken für den Akkordeonanfangsunterricht , die einen neuen methodischen (bewegungsorientierten) Ansatz verfolgen. Das Forschungsvorhaben wird durch ein Landesgraduiertenstipendium ermöglicht und findet in Kooperation mit der Musikschule Freiburg (Volker Rausenberger) statt. Aus den im 1.Jahr entstanden Stücken wurde ein erster Band mit dem Titel Elefant Willibald und seine Freunde zusammengestellt. Er umfasst 37 Stücke, wurde illustriert von der in Freiburg lebenden Künstlerin und Illustratorin Lola Renn und wird voraussichtlich im Mai 2006 im Spielraum Musikverlag Freiburg erscheinen. Das Unterrichtswerk stellt neue Formen der instrumentalen Bewegungskoordination und die altersspezifischen Lernfähigkeiten von Kindern in den Mittelpunkt. Des weiteren entstand die Klanggeschichte Mit Paula und Tom unterwegs, die sich mit Spielen und Stücken dem allerersten Anfang widmet (vom Spiel ohne Noten zum Erfassen von Notentext, Vorbereitung der  Spieltechniken und Koordinationsthemen des 1. Bandes) und ebenfalls nächstes Jahr im gleichen Verlag erscheinen wird.
Im 2.Jahr des Forschungsvorhabens ist mit dem Thema „Kammermusik für den Anfängerunterricht -Akkordeon plus x “ ein neuer Schwerpunkt gesetzt. Hintergrund ist, für die Vermittlung Neuer Musik im Instrumentalen Anfängerunterricht allgemeine Kriterien, unabhängig von einem bestimmten Instrument zu suchen. Die Kammermusikstücke werden mit Lehrern und Schülern der Musikschule Freiburg im laufenden Schuljahr einstudiert (Besetzungen sind: Akkordeon plus x mit den Instrumenten Blockflöte , Klarinette , Schlagzeug, Violine, Violoncello)

 


Vermittlung Neuer Musik in der Schule

 Wie du Kind ... oder die Geschichte eines spielerischen Aufstandes gegen das Vorhersehbare 

Im Oktober 2004 improvisierten Christian Billian und  Théophile Bonhert mit einer 4.Klasse der Grundschule Stiftberg, Herford. Das Projekt fand im Rahmen der bundesweiten Initiative Künstler in Schulen statt. Das Projekt nimmt den regionalen Mythos Widukind (Sachsenkönig im ausgehenden 8.Jahrhundert) und seine Auseinandersetzungen mit Karl dem Großen zum Anlass für eine Klanggeschichte, die am Ende des Projektes der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Mit Ausnahme eines kurzen Stückes bildeten Improvisationskonzepte die Grundlage für die Klanggeschichte, die auf Alltagsgegenständen , Blockflöten und Orff-Instrumenten interpretiert wurden. Wesen der Konzepte waren soziale Inhalte wie Konsensfindung (einen gemeinsamen Puls finden, sich auf einen gemeinsamen Ton einigen), Beharren auf dem eigenen Standpunkt (seinen Puls beibehalten, auch wenn andere damit konkurrieren), Reagieren auf Signale (die Wetter zaubernden Götter der heidnischen Sachsen - Dirigent und Gruppe).